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Jasmins Besonderheit: Minute-Y-Chromosom - Karyotyp 46,X,r(Y)
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Schwangerschaft & Geburt

Schwangerschaft und Geburt

 

Bei der Ultraschall-Feindiagnostik wird festgestellt, dass Jasmins Oberschenkelknochen (Femurlänge) im Vergleich zu den anderen Körpermaßen zu kurz ist. Die Ärzte waren der Ansicht, es könnte sich um einen Gendefekt handeln. Man riet mir zu einer Fruchtwasseruntersuchung, die ich aber ablehnte. Unverständnis auf Seiten der Ärzte, sie konnten nicht verstehen, wie ich ein evtl. behindertes Kind haben wollen könnte! Aber mir war das Risiko einfach zu hoch. Ich fühlte dieses Kind in mir strampeln und ich wollte es auf jeden Fall beschützen, und nicht der Gefahr einer Fehlgeburt nach dieser Fruchtwasseruntersuchung aussetzen.
Also bekam ich einen Termin bei Prof. Bollmann in der Berliner Charité. Der ist Experte, hieß es, wenn man per Ultraschall etwas sehen kann, dann ist er derjenige, der es sehen wird. Also fuhren wir nach Berlin. Prof. Bollmann, ein sehr netter und kompetenter Arzt, fand auch keine anderen Auffälligkeiten. Die Nabelschnur wurde nicht richtig durchblutet, dagegen bekam ich ASS 100. Die Knochen der Arme und Beine wuchsen zwar, blieben aber immer zu kurz im Vergleich zum Kopfumfang. Alle anderen Organe waren in Ordnung, es gab auch keine Wasseransammlungen oder ähnliche Auffälligkeiten. Daraus folgerte er, dass Jasmin entweder ein sehr zierliches Kind ist oder dass es tatsächlich ein Gendefekt sein könnte, allerdings kein lebensbedrohlicher. Das Ullrich-Turner-Syndrom kam zur Sprache, ebenso die Achondroplasie und die Hypochondroplasie, dies wurde uns aber erst bei der genetischen Beratung einige Wochen später genau erklärt. Ich war mir jedenfalls sicher, mich hinsichtlich der Fruchtwasseruntersuchung richtig entschieden zu haben. Jasmin würde es schaffen. Dann war sie halt klein, na und? Ich bin selber auch nicht groß. Ich ließ es auf mich zukommen. Angst um sie hatte ich trotzdem.




Beim letzten Ultraschall-Termin in der Charité im Februar 07 legte man mir ans Herz, in einer Uniklinik zu entbinden. Falls wirklich etwas mit der Kleinen wäre, könnten sich direkt erfahrene Ärzte um sie kümmern. Ich entschied mich also für die Leipziger Uniklinik und fühlte mich und uns dort auch sehr gut betreut, das hat sich bis heute nicht geändert. Ich musste dann dort regelmäßig zur Ultraschall-Kontrolle und nach Absetzen des ASS 100 wurde die Durchblutung prompt wieder schlechter. Und da ich eine natürliche Geburt und keinen Kaiserschnitt wollte, vereinbarten wir einen Termin für eine Einleitung. Denn wenn Jasmin unterversorgt war, würde sie unter der Geburt vielleicht schlapp machen, dann käme es doch zum Kaiserschnitt und wachsen würde sie im Bauch eh nicht mehr großartig (denn sie war ja nun wieder unterversorgt). Der 19. März 2007 (39. Schwangerschaftswoche) war also der Termin für die Einleitung, früh gings los mit Wehentropf und einer PDA (die ich wirklich nur sehr empfehlen kann ), abends platze die Fruchtblase, am nächsten Morgen, dem 20. März 2007, bekam ich die ersten Wehen und um 11.44 Uhr wurde Jasmin Amelie geboren.

 (21.3.07)

 

Sie war winzig, ich erinnere mich genau an den Fingernagel ihres kleinen Fingers: der war nicht mal so groß wie ein Stecknadelkopf. Aber sie atmete allein und alles war in Ordnung. Allerdings bekam sie ein Wärmebettchen (ein Wasserbett für Neugeborene sozusagen, weil sie die Temperatur noch nicht halten konnte) und die Neugeborenengelbsucht (sie wurde nachts bestrahlt). Nachdem die Ärzte sie gründlich untersucht und Blut für eine genetische Untersuchung abgenommen hatten, durften wir sie am 6. Tag nach ihrer Geburt nach Hause nehmen.

 


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